Einsatznummer: 2026-274
Datum und Uhrzeit: 15. August 2026, 17:57 Uhr
Alarmierungsart: Gruppe, Trupp
Einsatzart: B WALD
Einheiten und Fahrzeuge: HLF 1, TLF
Weitere Kräfte:
Einsatzbericht:
Minuten vor dem Start unseres Festes wurden wir um 17:57 Uhr mit der Feuerwehr Mainaschaff als Löschzug zu einem großen Waldbrand nach Waldaschaff alarmiert. Von Seiten der Feuerwehr Stockstadt wurden ein HLF 20 (Hilfeleistungslöschfahrzeug) und ein TLF 3000 (Tanklöschfahrzeug) besetzt und entsandt. Bis in die Nacht waren unsere Kräfte an den Löscharbeiten beteiligt. Erst gegen Mitternacht waren die Fahrzeuge wieder zurück.
Hier der Bericht der Kreisbrandinspektion bis zum Samstagabend.
Flächen- und Waldbrand in Waldaschaff: Rund 600 Einsatzkräfte und zwei Polizeihubschrauber im Einsatz
Am Samstagnachmittag, dem Feiertag Mariä Himmelfahrt, begann gegen 16:20 Uhr der Einsatz zur Bekämpfung eines ausgedehnten Flächen- und Waldbrandes in Waldaschaff. Innerhalb kurzer Zeit wurden zahlreiche Einsatzkräfte alarmiert und zur Einsatzstelle entsandt. Nach derzeitigem Stand erstreckte sich die vom Brand betroffene Fläche auf rund 50.000 Quadratmeter.
Zur Unterstützung der Einsatzkräfte am Boden waren zwei Polizeihubschrauber in die Brandbekämpfung eingebunden und führten Löschwasserabwürfe aus der Luft durch. Das dafür benötigte Löschwasser nahmen die Hubschrauber aus einem Löschwasserbehälter am Sportplatz in Waldaschaff auf. Auf diese Weise konnten insbesondere schwer zugängliche Brandbereiche aus der Luft erreicht und gezielt bekämpft werden.
Mit Einbruch der Dunkelheit mussten die Polizeihubschrauber ihre Löschmaßnahmen für den Samstag beenden. Am Sonntagmorgen sollen die Löscharbeiten aus der Luft mit den Polizeihubschraubern wieder aufgenommen werden.
Die umfangreichen Maßnahmen der Einsatzkräfte zeigten im Laufe des Abends Wirkung: Das Feuer breitete sich nicht weiter aus. Dennoch waren weiterhin umfangreiche Nachlöscharbeiten erforderlich. Um tieferliegende Glutnester erreichen und gezielt abgelöscht werden zu können, musste der Waldboden an zahlreichen Stellen in aufwendiger Handarbeit mit speziellen Waldbrandwerkzeugen geöffnet und abgelöscht werden**.
Die Löscharbeiten waren für die eingesetzten Kräfte mit erheblichen körperlichen Belastungen verbunden. Die hochsommerlichen Temperaturen, das unwegsame Gelände und die teils schwere körperliche Arbeit verlangten den Einsatzkräften alles ab. Insbesondere die Arbeiten an den Glutnestern mussten unter diesen erschwerten Bedingungen mit großer Sorgfalt durchgeführt werden.
Auch über die gesamte Nacht werden Einsatzkräfte vor Ort bleiben und die Lösch- und Nachlöscharbeiten fortführen. Die betroffenen Bereiche werden dabei fortlaufend kontrolliert, um verbliebene Glutnester aufzuspüren und ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Zu Beginn des Einsatzes mussten vorsorglich mehrere Wohnhäuser evakuiert werden. Die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner wurden vorübergehend in der Waldaschaffer Sporthalle untergebracht und dort durch Einsatzkräfte des Betreuungsdienstes betreut. Im weiteren Verlauf konnten die betroffenen Wohnhäuser wieder freigegeben werden, sodass die Anwohnerinnen und Anwohner in ihre Wohnanwesen zurückkehren konnten.
Bei den Löscharbeiten verletzten sich drei Feuerwehrdienstleistende leicht. Sie wurden vor Ort durch den anwesenden Notarzt medizinisch versorgt. Ein Transport in ein Krankenhaus war nicht erforderlich.
Insgesamt waren rund 600 Einsatzkräfte (Stand 22:00 Uhr) in die umfangreichen Maßnahmen eingebunden. Darunter befanden sich rund 60 Einsatzkräfte des Rettungs- und Sanitätsdienstes, die unter der Leitung der Sanitätseinsatzleitung die medizinische Absicherung und sanitätsdienstliche Versorgung des Einsatzes sicherstellten.
Für die Verpflegung und Versorgung der Einsatzkräfte sorgte die landkreiseigene Logistikeinheit zusammen mit der Feldküche. Damit war auch bei der hohen Zahl eingesetzter Kräfte eine kontinuierliche Versorgung vor Ort gewährleistet.
Ein besonderer Dank gilt den örtlichen Landwirten und Unternehmen, die die Löscharbeiten aktiv unterstützten oder ihre Hilfe anboten. Die große Hilfsbereitschaft und die unkomplizierte Zusammenarbeit vor Ort leisteten einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Einsatzlage.
Auch Aschaffenburgs Landrat Dr. Alexander Legler sowie der Erste Bürgermeister der Gemeinde Waldaschaff, Markus Grimm, waren in das Einsatzgeschehen eingebunden.
Im Landratsamt Aschaffenburg waren die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) sowie die Kommunikationsgruppe besetzt. Von dort aus wurden die erforderlichen Maßnahmen auf Ebene der Katastrophenschutzbehörde koordiniert und die Einsatzleitung vor Ort unterstützt.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Ursache des Flächen- und Waldbrandes ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Die Lage wird weiterhin engmaschig überwacht. Am Sonntagmorgen werden die Einsatzmaßnahmen wieder hochgefahren und die umfangreichen Nachlöscharbeiten fortgesetzt.
Für das vom Brand betroffene Waldgebiet besteht ein Betretungsverbot. Der Wald darf keinesfalls betreten werden. Durch das Brandgeschehen sind zahlreiche Bäume geschädigt und können auch nachträglich unvermittelt umstürzen. Es besteht akute Lebensgefahr.










