THL – Auslaufender Kraftstoff aus LKW BAB3, sehr große Ausdehnung


Einsatznummer: 2008-084
Datum und Uhrzeit: 10. April 2008, 00:25 Uhr
Alarmierungsart: Trupp
Einsatzart: THL
Einheiten und Fahrzeuge: RW, ELW (außer Dienst), GW-N 2007 (außer Dienst), LF 16 (außer Dienst)
Weitere Kräfte: Feuerwehr Dettingen, Feuerwehr Großostheim


Einsatzbericht:

Videobericht ZDF Drehscheibe vom 10.04.2008 (zweiter Betrag im Video)

Videobericht main-netz.tv vom 11.04.2008

Pressebericht Polizeipräsidium Unterfranken vom 10.04.2008

Autobahn wegen Ölspur mehrere Stunden voll gesperrt

STOCKSTADT, LKR. ASCHAFFENBURG. Viel Geduld mussten Autofahrer aufbringen, die in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag auf der A 3 bei Stockstadt unterwegs waren. Wegen einer großflächigen Ölspur musste die Autobahn in Fahrtrichtung Würzburg für 4 ½ Stunden voll gesperrt werden.

 

Kurz vor Mitternacht platzte an einem unbekannten Schwerverkehrsfahrzeug wenige hundert Meter nach dem Seligenstädter Dreieck ein Reifen. Dabei löste sich die Lauffläche des Pneus und blieb auf der Fahrbahn liegen. Zwei nachfolgende Pkw aus Aschaffenburg und Offenbach fuhren über die Lauffläche. Dabei wurden die Fahrzeuge im Frontbereich leicht beschädigt. Die Pkw-Fahrer konnten ihre Fahrzeuge gefahrlos anhalten. Weitaus schwerwiegender gestalteten sich dagegen die Schäden, die die zum Teil scharfkantigen Teile der Lauffläche an einem Lastzug und einem weiteren Sattelzug anrichteten. An einem slowakischen Sattelzug riss beim Überfahren des Gegenstandes die Bremsleitung eines Rades durch. Dadurch blockierten an dem Zug die Bremsen und das Fahrzeug war nicht mehr zu bewegen.

An einem Lastzug aus dem Zulassungsbezirk von Bamberg durchtrennte die hochgeschleuderte Lauffläche eine Verbindungsleitung zwischen den beiden Tanks des Lkw, so dass Dieselöl auslief. Der Fahrer bemerkte den Kraftstoffverlust erst nach kurzer Zeit. Bis dahin zog er eine Ölspur hinter sich her. Nachdem er einige hundert Meter nach dem Schadensereignis auf dem Standstreifen angehalten hatte, ergoss sich in der Folge ein nicht unerheblicher Teil des Treibstoffs auf die Autobahn. Durch die Querneigung der Fahrbahn verteilte sich das Dieselöl auf allen drei Fahrspuren und verwandelte diese großflächig in eine spiegelglatte Rutschbahn. Ferner floss ein Teil des Treibstoffes in die Kanalisation der Autobahnentwässerung. Insgesamt hatte der Lkw etwa 800 Liter Diesel an Bord. Welche Menge davon konkret auslief, ist nicht bekannt.

Der Ölschaden bedingte in der Folge die mehrstündige Autobahnsperrung. Zunächst stoppten Feuerwehrleute den weiteren Kraftstoffaustritt. Anschließend musste die Fahrbahn von Kräften der Feuerwehr, der Autobahnmeisterei und einer Fachfirma mit einem Spezialgerät arbeitsintensiv gereinigt werden. Ferner war zur Beseitigung des Ölschadens im Rohrsystem der Entwässerung der Einsatz einer weiteren Fachfirma für Kanalreinigung erforderlich.

Die Autobahn war bis gegen 04.30 Uhr voll gesperrt. Anschließend konnte der Verkehr wenigstens über den Stand- und den rechten Fahrstreifen vorbeigeleitet werden. Erst gegen 07.00 Uhr war die Fahrbahn wieder komplett ungehindert befahrbar. Der Verkehr wurde während der Sperre am Seligenstädter Dreieck auf die A 45 und dort bis zur Anschlussstelle Mainhausen umgeleitet. Anschließend führte die Umleitung über die B 469 zurück zur Anschlussstelle Stockstadt, wo die Fahrzeuge in Richtung Würzburg wieder auf die A 3 auffahren konnten. Es kam dabei immer wieder zu Rückstauungen über mehrere Kilometer ins benachbarte Hessen.

Nach der Reparatur der Schäden an den Lkw vor Ort konnten beide ihre Fahrt fortsetzen. Die Schadenssumme an allen beteiligten Fahrzeugen ist mit 2.000 Euro eher gering. Von dem verursachenden Schwerverkehrsfahrzeug fehlt jede Spur. Ein entsprechendes Pannenfahrzeug konnte nicht ausfindig gemacht werden.

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