B – PKW Brand nach VU A3 Fahrtrichtung Frankfurt


Einsatznummer: 2007-183
Datum und Uhrzeit: 22. August 2007, 06:05 Uhr
Alarmierungsart: Gruppe, Trupp, Zug
Einsatzart: B
Einheiten und Fahrzeuge: RW, ELW (außer Dienst), GW-N 2007 (außer Dienst), LF 16 (außer Dienst), TLF 16/25 (Außer Dienst)
Weitere Kräfte: Feuerwehr Großostheim, Feuerwehr Waldaschaff


Einsatzbericht:

VU A3

 

Nachdem ein PKW durch ein vermutlich unvorsichtiges Einordnungsmanöver eines LKW abgedrängt worden war, schleuderte ein Peugeot in die Leitplanke und kam auf der linken Spur zum Stehen. Ein folgender VW konnte nicht mehr bremsen und erfasste das Fahrzeug , das darauf hin ein zweites mal in die Leitplanke geschleudert wurde. Beide Fahrzeuge kamen auf dem mittleren Fahrstreifen zum Stehen. Eine der beiden Personen konnte sich befreien, eine weitere Person wurde durch einen Ersthelfer gerettet . Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der VW in Vollbrand und das Feuer hatte schon auf den Peugeot übergegriffen. MIt zwei C-Rohren und einem Schwerschaumrohr wurden die Autos unter Atemschutz gelöscht . Die Betreuung der Verletzten übernahmen die First- Responder Stockstadt zusammen mit dem Rettungsdienst. Die Verkehrsregelung wurde durch die Feuerwehren Großostheim und Waldaschaff übernommen.

 

Polizeibericht

Zwei Autos nach Verkehrsunfall ausgebrannt

Stockstadt. Bei einem Verkehrsunfall mit vier beteiligten Autos und einem Sattelzug gab es am Mittwochmorgen auf der A3 bei Stockstadt zwei Leichtverletzte. Kurz vor 6 Uhr fuhr an der Anschlussstelle Stockstadt eine Fahrzeugkolonne von der B469 kommend auf die A3 in Richtung Frankfurt auf. Der Fahrer eines Sattelzuges aus Neustadt/Aisch wechselte auf der Durchgangsfahrbahn vom rechten auf den mittleren Fahrstreifen, um den auffahrenden Fahrzeugen die Einfahrt auf die Autobahn zu erleichtern. Nachdem die Kolonne auf die Autobahn aufgefahren war, wollte der 49-jährige Fahrer wieder auf den rechten Fahrstreifen zurückwechseln. Dabei übersah er – vermutlich wegen des Toten Winkels – einen Peugeot aus dem Landkreis Miltenberg, der ebenfalls von der B469 kommend auf die Autobahn aufgefahren war. Die Zugmaschine des Sattelzuges stieß mit der rechten vorderen Fahrzeugecke gegen die linke Heckseite des Peugeot.

Dadurch wurde das Auto herumgeschleudert, kam schräg vor den Sattelzug und überquerte die Autobahn komplett nach links. Nach einem Anstoß gegen die Mittelleitplanke kam er Peugeot wieder nach rechts und blieb stark beschädigt auf dem mittleren der drei Fahrstreifen liegen. Der Fahrer eines unmittelbar nachfolgenden VW Golf aus dem Landkreis Main-Spessart konnte dem Hindernis gerade noch ausweichen. Ebenso erging es dem Fahrer eines VW-Kleintransporters mit Frankfurter Kennzeichen. Bei der Ausweichreaktion stießen diese beiden Fahrzeuge jedoch zusammen. Dabei gab es zum Glück nur Blechschäden.

Dem Fahrer eines weiteren nachfolgenden VW Polo mit niederländischer Zulassung gelang eine derartige Ausweichreaktion allerdings nicht. Das Auto kollidierte mit hoher Wucht mit dem auf der Fahrbahn stehenden Peugeot. Dabei wurden die beiden Insassen, eine 36-jährige Frau im Peugeot und ein 31-jähriger Mann im holländischen Fahrzeug, verletzt. Sie wurden vom Rettungsdienst ins Aschaffenburger Klinikum eingeliefert. Lebensgefahr besteht nicht, die Verletzungen sind dem ersten Anschein nach leicht bis mittelschwer.

Nach der Kollision zwischen dem Polo und dem Peugeot fing der Polo unmittelbar zu brennen an. Die Insassen konnten sich noch rechtzeitig aus den Fahrzeugen entfernen. Trotz des raschen Einsatzes der Feuerwehr brannten der Polo und schließlich auch der Peugeot vollständig aus. Durch die Endstellung der verunfallten Fahrzeuge war die Autobahn in Richtung Frankfurt für längere Zeit voll gesperrt. Während der Lösch- und Bergungsarbeiten konnte der Verkehr nur über den Standstreifen geleitet werden. Dadurch kam es zu massiven Behinderungen im Berufsverkehr. Der Rückstau reichte zeitweilig durch die Einhausung bei Goldbach/Hösbach hindurch bis in den Bereich von Bessenbach/Waldaschaff. Dadurch wurde an der Einhausung die Blockabfertigung aktiviert. Auch auf dem nachgeordneten Straßennetz kam der Verkehr im Bereich um Aschaffenburg weitestgehend zum Erliegen.

Entgegen den ersten Meldungen beging der unfallverursachende Lkw-Fahrer keine Unfallflucht. Er hielt nach der Unfallstelle mit seinem Sattelzug an und kam zu Fuß an den Kollisionsort zurück. Gegen 8.45 Uhr konnte die Hauptfahrbahn in Richtung Frankfurt wieder freigegeben werden. Die Staulänge betrug etwa 15 Kilometer. Vor der Verkehrsfreigabe war unter anderem wegen der Hitzeeinwirkung die Überprüfung der Fahrbahndecke auf ihre Befahrbarkeit erforderlich.

Die Schadenshöhe dürfte nach ersten Einschätzungen bei etwa 56.000 Euro liegen.

 

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