B – Brand Casinogebäude ehemalige Kaserne Aschaffenburg


Einsatznummer: 2007-084
Datum und Uhrzeit: 30. März 2007, 15:58 Uhr
Alarmierungsart: Trupp
Einsatzart: B
Einheiten und Fahrzeuge: DLK (außer Dienst), MTW 2007 (außer Dienst)
Weitere Kräfte: Feuerwehr Aschaffenburg, Feuerwehr Großostheim, Feuerwehr Haibach, Feuerwehr Kleinostheim


Einsatzbericht:

main-netz.tv – Videobericht

Einsatzbericht + Fotos FF Aschaffenburg

Einsatzbericht + Fotos FF Haibach

Fotos auf unserer Seite freundlicherweise von www.kommweichei.com

 

Mainecho vom 31.03.2007

Brand vernichtet Hauptquartier

Hitze gefährdet Baumarkt – Problematische Löscharbeiten an Würzburger Straße

Aschaffenburg. Ein Feuer hat gestern das ehemalige Stabsgebäude auf dem Gelände der Ready-Kaserne vollständig zerstört. Der Feuerwehr blieb nicht mehr übrig, als ein Übergreifen der Flammen auf den benachbarten Bauhaus-Baumarkt zu verhindern. Angaben zur Brandursache und zur Schadenshöhe lagen bis Redaktionsschluss am Freitag nicht vor. Der erste Notruf ging um 15.40 Uhr in der Rettungsleitstelle in Aschaffenburg ein. Über 60 folgen, der weiteste kam aus dem hessischen Dietzenbach. Denn über dem Kasernengelände an der Würzburger Straße stand eine gewaltige graue Rauchsäule. Das Ausmaß des Feuers entfachte das Gerücht, es müsse sich um Brandstiftung handeln. Dafür gab es gestern keine Bestätigung, da sich allein die Löscharbeiten bis in die Abendstunden hinzogen. Die Kripo ermittelt. Schon beim Eintreffen der ersten Wehrmänner brannte das Dachgeschoss »ringsum lichterloh«, berichteten die Einsatzleiter Karl-Georg Kolb und Walter Fleckenstein. »Ein Innenangriff war nicht mehr möglich.« Von außen bekämpften über 100 Helfer aus Aschaffenburg und den Nachbargemeinden das Feuer. Vier Wasserwerfer hatten sie auf den Drehleitern im Einsatz, drei Wasserwerfer und sieben »Rohre« bedienten sie vom Boden aus. Doppelt problematisch war die Löschwasser-Versorgung. Auf dem Kasernengelände gibt es keine Hydranten, die Anschlüsse liegen in beiderseits der Würzburger Straße. Daher musste das Wasser über weite Strecken transportiert werden. Zudem behinderten die Schlauchleitungen auf der Straße den Feierabend-Verkehr im Osten Aschaffenburgs. Polizeistreifen leiteten einen Teil des Autostroms großräumig über die Ludwigsallee und Schweinheim um. Ebenfalls im Einsatz waren vier Rettungsfahrzeuge und 13 Helfer des Roten Kreuzes. Während der Löscharbeiten verletzte sich ein Feuerwehrmann, weitere Verletzte gab es nicht. Sollten sich vor dem Brand Menschen im Stabsgebäude aufgehalten haben, konnten sie es rechtzeitig verlassen. Das »Head Quarter« stand seit dem Abzug der Amerikaner Anfang der 90er Jahre leer und litt zunehmend unter Verfall und Vandalismus. Immer wieder drangen Unbekannte ein und verwüsteten die Räume, die Witterung tat ein übriges. Das Feuer könnte auch durch Unachtsamkeit entstanden sein, weil das Gebäude oft illegal als Unterkunft genutzt wurde. An Brandstiftung mit dem Ziel, einen Abriss zu beschleunigen, glaubt Oberbürgermeister Klaus Herzog nicht, wie er vor Ort unterstrich. Zwar fordere die Stadt, die ehemaligen Kasernengebäude möglichst zu erhalten, doch der schlechte Bauzustand und das fehlende Interesse hätten die Zustimmung zum Abriss hier leicht gemacht, wenn ein Investor ein Nutzungskonzept für das Grundstücke vorgelegt hätte. Das sei aber nicht der Fall. Gebäude und Grundstück sind im Eigentum der früheren Bundesvermögensverwaltung, heute »Bundesanstalt für Immobilien-Aufgaben«. Jetzt ist der Abriss sicher: Das Dachgeschoss ist ausgebrannt und vollständig eingestürzt. Kein Raum in den beiden Geschossen darunter blieb unbeschädigt.

 

Mainecho-online vom 30.03.2007

Aschaffenburg. Bei einem Brand heute Abend auf dem Areal der ehemaligen Ready-Kaserne ist das alte Stabsgebäude, in Aschaffenburg auch als das Offizierscasino bekannt, völlig zerstört worden. Etwa 100 Feuwerwehrleute aus der Stadt und dem Landkreis Aschaffenburg bekämpften das Feuer, das im Dachstuhl des Gebäudes ausgebrochen war. Da der brennende Dachstuhl einstürzte und das Gebäude zuvor bereits durch Vandalismus beschädigt war, ist das ehemalige Stabsgebäude völlig zerstört.

 

Die Feuerwehr Stockstadt unterstützte die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Aschaffenburg mit der Drehleiter bis in die Abendstunden.

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