B – Brand Großwelzheim, Pressebetreuung


Einsatznummer: 2006-089
Datum und Uhrzeit: 21. Mai 2006, 06:32 Uhr
Alarmierungsart: Trupp
Einsatzart: B
Einheiten und Fahrzeuge: MTW 1991 (außer Dienst)
Weitere Kräfte:


Einsatzbericht:

Pressemitteilung des Kreisfeuerwehrverbandes:
Ein Brand in einer Scheune entstand nach Blitzeinschlag in Karlstein, Ortsteil Großwelzheim.
Um 17.39 Uhr (20.05.2006) wurden mit der Alarmstufe 1 die Feuerwehren aus Dettingen und Großwelzheim alarmiert. Einsatzstichwort war „Rauchentwicklung nach Blitzeinschlag in einer Scheune“. Die Scheune war voll mit Rundballen und musste ausgeräumt werden, da sich das Feuer in der äußersten Ecke der Scheune befand. Hierzu musste das Scheunendach aufgedeckt werden um mit der Drehleiter von oben die Löscharbeiten unterstützen zu können.
Zwischenzeitlich breitete sich das für die Feuerwehren noch immer unerreichbare Feuer immer weiter aus, bis es schließlich nach Durchzündung auf das gesamte Gebäude übergriff. Um 18:00 wurden mit der Alarmstufe 2, und um 18:44 mit der Alarmstufe 3 weitere umfangreiche Kräfte an die Einstelle beordert. Ein Ausbreiten des Brandes auf benachbarte Gebäude konnte erfolgreich verhindert werden.
Da die nur sehr schwer zugängliche Scheune unter Atemschutz ausgeräumt werden musste, bestand ein sehr hoher Bedarf an Atemschutzgeräteträgern. Zur Versorgung mit Löschwasser wurde eine Schlauchleitung bis an den Main gelegt. Der Gerätewagen Messtechnik der Feuerwehr Stockstadt führte Umluftmessung durch; zu keiner Zeit wurden in der Umgebungsluft Grenzwerte überschritten.
Im Einsatz waren die Feuerwehren Großwelzheim, Dettingen, Kleinostheim, Hörstein, Stockstadt, Großostheim, Alzenau, Wenigumstadt, Haibach, Kahl, Winzenhol sowie die Führungskräfte der Landkreisinspektion und Fachberater.

Im Laufe des Einsatzes musste des Besitzer sowie vier Feuerwehrmänner mit leichten Verletzungen vom Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert werden. Alle Verletzten sind zwischenzeitlich wieder zuhause.

Im Laufe der Nacht wurde die Feuerwehren aus Bessenbach, Glattbach, Johannesberg, Mömbris, Schimborn, Albstadt, Mainaschaff, Stockstadt, Großostheim, Kleinkahl und Schölkrippen zur Ablösung an die Einsatzstelle beordert. In aufwendiger Handarbeit mussten von den Feuerwehrleuten 90 Rundballen und ca. 5000 Kleinballen, insgesamt 750 m³ brennendes Heu, aus der einsturzgefährdeten Scheune geräumt werden. Vor der Scheune wurde das immer noch brennende Heu abgelöscht und dann mit der Hilfe von Radladern auf LKW’s verladen. Am nur wenige 100 Meter entfernten Main wurden die Ballen dann auseinander gezogen und endgültig abgelöscht. Über die Nachtstunden wurde dieser Platz vom THW Alzenau ausgeleuchtet.

Die Arbeiten in der Scheune bedeuten für die Feuerwehrleute höchste Anstrengungen. Immer wieder bestand Gefahr dass lose Dachziegel auf die unter Atemschutz arbeiteten Feuerwehrleute fallen. Ständig standen zwei Rettungswagen des Roten Kreuzes bereit um im Notfall eingreifen zu können. Die Einsatzleitung erhielt über die ganze Nacht Unterstützung von einem Fachberater Bau. Unter seiner Anleitung wurde eine Öffnung in die Zwischendecke geschaffen, welche dann einen wesentlichen schnelleren Abtransport der brennenden Ballen ermöglichte.

Die Versorgung der Einsatzkräfte wurde von der Feuerwehr Großwelzheim übernommen. Im Feuerwehrgerätehaus wurde eine Verpflegungsstelle eingerichtet. Örtliche Bäcker und Metzger stellten Kaffee Wurst, Brot und Brötchen zur Verfügung. Spontan unterstützen auch Nachbarn mit Kaffee und Getränken die Einsatzkräfte.

Geleite wurde der Einsatz von rund 330 Feuerwehrmänner und –frauen sowie 25 Rotkreuz und 30 Malteser-Helfer von Kreisbrandrat Karl-Heinz Ostheimer; später wurde dieser von Kreisbrandinspektor Otto Hofmann abgelöst.

Voraussichtlich wird der Einsatz bis in den Nachmittag noch andauern.

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