B – Großwelzheim – Scheunenbrand


Einsatznummer: 2006-087
Datum und Uhrzeit: 20. Mai 2006, 18:44 Uhr
Alarmierungsart: Trupp
Einsatzart: B
Einheiten und Fahrzeuge: GW-Mess, ELW (außer Dienst), MTW 1991 (außer Dienst)
Weitere Kräfte:


Einsatzbericht:

Pressebericht des Kreisfeuerwehrverbandes

Am Samstag den 20.05.2006 kam es nach eine schweren Unwetter zu zahlreichen Schadensfällen im Landkreis Aschaffenburg. Ab 17:25 mussten die Feuerwehren umgestürzte Bäume unter anderem in Stockstadt, Großostheim, Goldbach, Mainaschaff, Aschaffenburg, Weibersbrunn, Rothenbuch, Kleinkahl, Dammbach sowie auf der BAB 3 bei Bessenbach beseitigen.

Größere Schadensereignisse waren für die Feuerwehren in Kleinostheim, Laufach und Großwelzheim zu bewältigen.

Um 17:36 wurde in Laufach der Fahrer eines PKW durch einen umstürzenden Baum in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Er musste von der Feuerwehr Laufach mit hydraulischen Rettungsgerät aus dem Fahrzeug befreit werden.

Zu einem Dachstuhlbrand nach Blitzschlag kam es gegen 17:40 in Kleinostheim. Die Feuerwehr Kleinostheim musste über die Drehleiter das Dach öffnen und konnte dann den Brand erfolgreich bekämpfen.

Einen weiteren Brand einer Scheune entstand nach einem Blitzeinschlag in Karlstein, Ortsteil Großwelzheim.
Um 17.39 Uhr wurden mit der Alarmstufe 1 die Feuerwehren aus Dettingen und Großwelzheim alarmiert. Einsatzstichwort war „Rauchentwicklung nach Blitzeinschlag in einer Scheune“. Die Scheune war voll mit Rundballen und musste ausgeräumt werden, da sich das Feuer in der äußersten Ecke der Scheune befand. Hierzu musste das Scheunendach aufgedeckt werden um mit der Drehleiter von oben mit den Löscharbeiten unterstützen zu können.
Zwischenzeitlich breitete sich das für die Feuerwehren noch immer unerreichbare Feuer immer weiter aus, bis es schließlich nach Durchzündung auf das gesamte Gebäude übergriff. Um 18:00 wurden mit der Alarmstufe 2, und um 18:44 mit der Alarmstufe 3 weitere umfangreiche Kräfte an die Einstelle beordert.
Da die nur sehr schwer zugänglich Scheune unter Atemschutz ausgeräumt werden musste, bestand ein sehr hoher Bedarf an Atemschutzgeräteträgern. Zur Versorgung mit Löschwasser wurde eine Schlauchleitung bis an den Main gelegt. Der Gerätewagen Messtechnik der Feuerwehr Stockstadt führte Umluftmessung durch; zu keine Zeit wurden in der Umgebungsluft Grenzwerte überschritten.
Im Einsatz waren die Feuerwehren Großwelzheim, Dettingen, Kleinostheim, Hörstein, Stockstadt, Großostheim, Alzenau, Wenigumstadt, Haibach, Kahl, Winzenhol sowie die Führungskräfte der Landkreisinspektion und Fachberater.
Im Laufe des Einsatzes musste des Besitzer sowie ein Feuerwehrmann mit leichten Verletzungen vom Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Geleitet wurde der Einsatz von rund 200 Feuerwehrmänner und –frauen sowie 25 Rotkreuz und 30 Malteser-Helfer von Kreisbrandrat Karl-Heinz Ostheimer.

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