Einsatznummer: 2026-280
Datum und Uhrzeit: 20. August 2026, 07:13 Uhr
Alarmierungsart: Gruppe, Trupp
Einsatzart: ABC ÖL WASSER
Einheiten und Fahrzeuge: ELW, HLF 1, RW, V-LKW, V-PKW, RTB 1
Weitere Kräfte: Bayernhafen, Feuerwehr Karlstein, Feuerwehr Mainaschaff, Kreisbrandinspektion, Untere Wasserbehörde, Wasserschutzpolizei, Wasserwirtschaftsamt
Einsatzbericht:
Die Feuerwehr Stockstadt am Main wurde am Donnerstagmorgen, 20.08.2026, um 07:13 Uhr zu einer vermutlichen Gewässerverunreinigung auf den Main im Bereich der Mainstraße alarmiert. Vor Ort konnte ein deutlich erkennbarer Film auf dem Gewässer entdeckt werden. Am Ufer, mit einem Feuerwehrboot und durch die Wasserschutzpolizei wurden in der Folge weitere Erkundungsmaßnahmen durchgeführt.
Hierbei wurde festgestellt, dass die Verunreinigung von der Schleuse Kleinostheim bis in den Bayernhafen reicht. Durch die Verschmutzung ist vornehmlich das Stockstädter Ufer betroffen. Als vermutliche Ursache konnte ein Überlaufbecken im Aschaffenburger Bayernhafen ausgemacht werden. Hier war es vor etwa einem Jahr, am 04.08.2025, zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Mit den Mitteln unseres Gerätewagen Messtechnik (CBRN-ErkW) wurde eine Probe der Verunreinigung genommen und später an die zuständige Stelle zur Analyse übergeben. Weiterhin wurde im Laufe des Einsatzes die Ausbreitung der Verunreinigung mit einer Feuerwehrdrohne beobachtet und dokumentiert.
Um eine weitere Ausbreitung der Verunreinigung zu verhindern, wurde von der Feuerwehr im Bereich des ehemaligen Schleusenbeckens im Stockstädter Teil des Bayernhafens eine Ölsperre eingebracht. Hierzu erfolgte die Alarmierung weiterer Feuerwehrkräfte aus Mainaschaff und Karlstein. Die Feuerwehr Aschaffenburg war in ihrem Zuständigkeitsbereich ebenfalls im Einsatz.
Das Einbringen einer Ölsperre in den Main ist eine sehr zeitaufwendige und komplexe Aufgabe. Zunächst erfolgte eine Schifffahrtsperre für alle Wasserfahrzeuge auf dem Main zwischen Kleinostheim und Aschaffenburg. Am Festplatz Mainaschaff wurde die Sperre vorbereitet und in den Main gesetzt. Mit Booten der Feuerwehren Mainaschaff und Stockstadt wurde die Sperre schließlich vorsichtig an ihren Bestimmungsort gezogen und an beiden Ufern befestigt. Vor der Sperre wurde ein Vlies eingebracht, das die Verunreinigung aufnehmen soll. Die Sperre wird voraussichtlich mehrere Tage im Main liegen bleiben. Nach etwa einer Stunde konnte die Schifffahrtssperre wieder aufgehoben werden.
Einsatzleiter Christian Antoni, Kommandant Feuerwehr Stockstadt, standen Kreisbrandrat Frank Wissel, Kreisbrandinspektor Thilo Happ und Kreisbrandmeister Christoph Ostheimer beratend zur Seite. Neben der Wasserschutzpolizei begutachteten Vertreter des Bayernhafen, der unteren Wasserschutzbehörde, des Wasserwirtschaftsamtes und des Tiefbauamtes die Einsatzstelle. Die Feuerwehren aus Stockstadt, Mainaschaff und Karlstein waren mit zwölf Fahrzeugen, zwei Booten und 56 Feuerwehrleuten bis 13:00 Uhr im Einsatz.























