Übung des First Responder Zuges 70 „Mainlinie“ in Hösbach

Am Donnerstag, 20.03.2025 hat die Feuerwehr Stockstadt als Teileinheit des First Responder Zuges 70 „Mainlinie“ (Großostheim, Stockstadt, Mainaschaff, Glattbach, Johannesberg, Aschaffenburg) an einer Großübung in Hösbach teilgenommen. Hier der Bericht der Kreisbrandinspektion dazu. Natürlich haben wir auch einige spannenden Bilder der sehr realistischen Übung für euch eingefangen.

Landkreis-Feuerwehren üben für Unfälle mit vielen Verletzten

Der Donnerstag- und Freitagabend stand im Zeichen der zweiten Runde der MANV-Übungen für die First Responder Züge des Landkreises. Nachdem im letzten Jahr die First Responder Züge 72 „Kahlgrund“ und 73 „Hochspessart“ einen Massenanfall von Verletzten in einem Personenzug abzuarbeiten hatten, waren in diesem Jahr die Züge 70 „Mainlinie“ (Großostheim, Stockstadt, Mainaschaff, Glattbach, Johannesberg, Aschaffenburg) und 71 „Spessart“ (Sailauf, Laufach, Waldaschaff, Weiberbrunn, Bessenbach, Winzenhohl, Haibach) bei einem Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen, darunter einem Linienbus in Schräglage, mit insgesamt 29 Patienten gefordert.

Ein Massenanfall an Verletzten (MANV), bei dem die Zahl der Betroffenen die Kapazitäten des Regelrettungsdienstes und der Kliniken einer Region übersteigt und der es, deswegen erfordert diese Menschen an der Einsatzstelle solange medizinisch zu betreuen, bis die Verteilung auf Kliniken organisiert sind, gehört sicherlich mit zu den anspruchsvollsten Einsatzszenarien.

Um die Übungen möglichst realistisch zu gestalten waren nicht nur die First Responder Züge zur Versorgung von Verletzten und Betroffenen eingesetzt, sondern das Übungsszenario wurde durch die Feuerwehren, Bessenbach, Dammbach, Mespelbrunn-Hessenthal, Rothenbuch, Weibersbrunn, Waldaschaff und am zweiten Abend Heigenbrücken, Hösbach, Sailauf, Feldkahl-Rottenberg und Laufach im Punkt technische Rettung abgearbeitet.
Ebenso waren je ein Rettungswagen des BRK Aschaffenburg und der Malteser Aschaffenburg sowie ein Einsatzleiter Rettungsdienst eingebunden. Die Fahrzeuge des Rettungsdienstes waren mit Notfallsanitäter-Auszubildenden besetzt, die diese Übung als Vorbereitung auf Einsätze als sog. 1. RTW und 2. RTW nutzen.
Die eingesetzten „örtlichen“ Führungskräfte mussten wie bei einem realen Einsatz die notwendigen Führungsstrukturen aufbauen, die Einsatzstelle strukturieren und in entsprechende Aufgabenbereiche einteilen. Weiterhin war eine enge Absprache mit den Kräften des Rettungsdienstes notwendig. Zur Unterstützung waren hier auch die Führungskräfte der Kreisbrandinspektion mit eingebunden.
Nach den Übungsdurchgängen folgte jeweils eine kurze Nachbesprechung mit allen eingesetzten Kräften durch die Übungsbeobachter der Kreisbrandinspektion und des Rettungsdienstes. Derart umfangreiche Übungen bzw. Einsätze dieser Größenordnung gehören nicht zum Tagesgeschäft; umso wertvoller sind die, durch die Übungsbeobachter und Teilnehmer gewonnenen Eindrücke und Erkenntnisse, die allen Beteiligten helfen, bei derartigen Einsätzen noch besser und effektiver handeln zu können.
Die Malteser Aschaffenburg sorgten mit 25 Verletztendarstellern, die neben geschminkten Verletzungen vor allem durch die perfekte Darstellung von Verletzen und verängstigten Betroffenen glänzten, als Schlüsselfaktor für die Realitätsnähe der Übungen.

Für die Übungen hatten die Kreisbrandmeister Tobias Brinkmann, Markus Rohmann und viele fleißige Hände, eine Einsatzstelle aus Schrottfahrzeugen aufgebaut, an denen absolut realistisch gearbeitet werden konnte und die den eingesetzten Feuerwehrkräften alles abverlangten.
Ein herzliches Dankeschön erst einmal an alle Übungsteilnehmer von Feuerwehr und Rettungsdienst und die Inspektionskollegen, die ein anspruchsvolles Szenario sehr gut abgearbeitet haben. Ein weiterer Dank gilt den Verletztendarstellern der Malteser, ohne die solche Übungen in dieser Qualität nicht möglich wären. Vielen Dank allen, die bei der Vorbereitung vor und hinter den Kulissen mitgeholfen haben, insbesondere der FF Laufach für die Erstellung der Ausgangslage. Abschließend ein großes Dankeschön an den Markt Hösbach und Bürgermeister Frank Houben, dass wir den Bus auf dem Grünabfallplatz lagern sowie die Übungen dort durchführen konnten.

Hintergrund:
Die 26 First Responder Einheiten der Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg, sowie die Einheit der Stadt Aschaffenburg sind in vier sogenannte First Responder Züge zusammengefasst. Die First Responder Einheiten in den jeweiligen Gemeinden haben die Aufgabe bei medizinischen Notfällen vor Ort das therapiefreie Intervall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überrücken. Bei einem Schadensereignis mit einer hohen Anzahl an Verletzten besteht insbesondere in der Anfangsphase meist ein Missverhältnis zwischen Verletzten und den Kräften des Rettungsdienstes. Um hier schnell zu unterstützen und medizinisch ausgebildetes Personal an die Einsatzstelle zu bringen, wurden die einzelnen First Responder Standorte in die vier alarmierbaren Züge zusammengefasst. Ziel ist es, so schnell wie möglich wieder eine maximal medizinische Versorgung der Verletzten sicherzustellen und dabei den Rettungsdienst zu unterstützen. Die Alarmierung erfolgt hierbei nach Möglichkeit „über Kreuz“, so dass diejenigen First Responder Züge alarmiert werden, deren Feuerwehren nicht ohnehin schon an der Abarbeitung des Einsatzes beteiligt sind. Als zusätzliche logistische Komponente kann der landkreiseigene Abrollbehälter (AB) Rettung, der bei der Freiwilligen Feuerwehr Großostheim stationiert ist, alarmiert werden.

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