Atemschutz

Bei einem Brand entstehen binnen kürzester Zeit starke Atemgifte, die zu schweren bis tödlichen Verletzungen durch Kontamination und Inkorporation führen können. Um dennoch eine Menschenrettung und Brandbekämpfung effektiv durchführen zu können, setzt die Feuerwehr Atemschutzgeräte ein.

Was ist Atemschutz?

Atemschutzgeräteträger sind Personen, die aufgrund ihrer physischen, psychischen und fachtechnischen Ausbildung in der Lage sind, ein Atemschutzgerät zu tragen. Das Atemschutzgerät verhindert bei  Einsätzen, dass reizende oder gar giftige Stoffe in die Augen oder Atemwege und somit in den Körper gelangen. Allgemein unterscheidet man zwischen umluftabhängigem und umluftunabhängigem Atemschutz.

Umluftabhängiger Atemschutz

Bei Arbeiten im Freien ist der Sauerstoffgehalt in der Umgebungsluft oftmals hoch genug, dass mit umluftabhängigen Atemschutz wie zum Beispiel Partikelfiltern gearbeitet werden kann. Vorteile sind die fast unbegrenzte Einsatzzeit sowie das geringe Gewicht, welches vom Atemschutzgeräteträger dauerhaft getragen werden muss.
Einfache Arbeiten wie das Reinigen von Einsatzstellen, Aufräumen der eingesetzten Geräte oder generell das lange Aufhalten in kontaminierten Bereichen werden so möglich und erleichtert.

Umluftunabhängiger Atemschutz

Sollte in der Umgebungsluft der Sauerstoffgehalt stark schwanken oder sich Stoffe befinden, die sich nicht filtern lassen, muss auf umluftunabhängigen Atemschutz zurückgegriffen werden. Hierbei wird vorab Umgebungsluft unter hohem Druck in einer Atemluftflasche gespeichert, welcher der Atemschutzgeräteträger mit sich trägt und aus der er atmet. Zusätzlich zur feuerwehrtechnischen Grundausrüstung die jeder Feuerwehrdienstleistender im Brandeinsatz mitführt beträgt das Gewicht für die Atemschutz-Ausrüstung ca. 16kg.

Einsätze unter Atemschutz zählen bei der Feuerwehr zu den körperlich und mental belastendsten Einsätzen für alle Feuerwehrdienstleistende.

Die Marktgemeinde Stockstadt stellt den Feuerwehrdienstleistenden hierfür modernste Ausrüstung zur Verfügung. Die Ausbildung der Atemschutzgeräteträger wird bei der Feuerwehr Stockstadt sehr intensiv betrieben und neue Techniken und Taktiken, neben den Löschzugübungen, in mindestens sechs Fachübungen geübt.

Überörtliche Ausbildungen im Brandübungscontainer des Landkreises und in der Brandsimulationsanlage in Goldbach werden regelmäßig besucht,  sowie auch zusätzliche Ausbildungseinheiten am Standort angeboten.  

Die Atemschutz-Ausrüstung

Atemschutzgeräteträger

mit persönlicher Schutzausrüstung (Stiefel, Schutzanzug, Helm inkl. Nomex-Nackenschutz, Brandschutzhandschuhe), Atemschutzmaske und umluftunabhängiges Atemschutzgerät.

Zusatz-Ausrüstung und -Geräte

Klicke auf die Ausrüstungsgegenstände, um mehr über sie zu erfahren!

Suchsysteme

Unter Atemschutz im Innenangriff erwartet uns oft das, was keinen Feuerwehrmann kalt lässt: Nullsicht. Damit wir nun mit Erfolg Menschen retten können, bedarf es einer genauen Koordination. Um unseren Atemschutz-Trupps und weiteren Kollegen die Suche zu ermöglichen, setzen wir Suchsysteme ein, die mittels Leinen ein Absuchen ermöglichen:

Quelle: rescuetec112 auf youtube.com

Bereit für ein neues Abenteuer?

Mit modernster Technik und den besten Kameraden für Dich und deine Mitmenschen Gutes tun?
Dann freuen wir uns bereits heute Dich in einer unserer nächsten Übungen begrüßen zu dürfen!